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Woher kommt die Zahnfee?


05.07.2021

Die Sage der Zahnfee

Die Zahnfee kennt wohl jedes Kind. Sie ist das geheimnisvolle Wesen, das ausgefallene Milchzähne nachts mitnimmt und dafür ein Geschenk hinterlässt. Doch woher kommt der Brauch, der Kindern den Abschied von ihren Milchzähnen erleichtern soll und dem Zahnwechsel eine besondere Bedeutung gibt?

Der Ursprung der Zahnfee

Die Zahnfee ist eine Fabelgestalt aus dem amerikanischen und britischen Brauchtum. Sie wurde vermutlich 1949 in der Geschichte „The Tooth Fairy“ von Lee Rogow erstmalig schriftlich erwähnt. Traditionell hinterließ sie Kindern eine Goldmünze im Austausch für einen ausgefallenen Milchzahn, der vom Kind zuvor entweder unter das Kopfkissen oder unter ein Glas auf dem Nachttisch gelegt wurde. Geld ist bis heute eine gängige „Währung“ für den hergegebenen Zahn. Aber auch Geschenke wie kleine Spielzeuge, Kuscheltiere oder Bilderbücher sind beliebt. Besonders freuen sich Kinder, wenn die Zahnfee zusätzlich einen Brief hinterlässt und sich bedankt.

Zahnfee

Doch nicht immer nimmt die Zahnfee die Zähne der Kinder mit. Viele Kinder legen ihre Zähne auch in eine kleine Zahndose, in der sie dann nach und nach Gesellschaft von ihren früheren Nachbarn bekommen. In diesem Fall erübrigt sich auch die nur mit Fantasie zu beantwortende Frage, was die Zahnfee denn mit den ganzen Zähnen anstellt, die sie im Schutz der Dunkelheit aus Kinderzimmern mitnimmt. Bleiben sie in der Dose, wollte die Zahnfee sie eben nur begutachten und sich vergewissern, dass sie gut geputzt waren.

Milchzähne

Aus dem amerikanischen und britischen Brauchtum ist überliefert, dass die Zahnfee im Tausch gegen den ausgefallenen Milchzahn eine Goldmünze hinterlässt. Bis heute ist es deshalb üblich, Geld unter das Kopfkissen des Kindes zu legen. Alternativ kann man den herausgefallenen Zahn aber auch mit einem Bilderbuch, einem kleinen Spielzeug, einem Kuscheltier oder einer Sammelfigur „belohnen“.

Bei der Antwort auf diese Frage ist Fantasie gefragt. In Kinderbüchern findet man verschiedene Auslegungsmöglichkeiten: Die Zahnfee baut sich aus den Milchzähnen einen funkelnden weißen Palast, sie bringt sie in das zentrale Zahnlager in der Milchstraße, damit allen Kindern immer wieder Zähne wachsen können oder sie macht daraus Feenstaub, der ihr das Fliegen erst ermöglicht.

Diese Frage muss man beantworten, wenn man dem Kind die ausgefallenen Milchzähne nicht wegnimmt, sondern sie in einem Döschen sammelt. Eine Antwort kann sein, dass die Zahnfee bereits genug Zähne hat und sie nur anschaut, um sich zu vergewissern, dass sie gut geputzt wurden. Fällt ihr „Gutachten“ positiv aus, hinterlässt sie Geld oder ein kleines Geschenk.

Viele Eltern legen der Tradition folgend eine Münze unter das Kopfkissen. Alternativ kann das Kind ein kleines Geschenk von der Zahnfee bekommen – zum Beispiel ein Spielzeugauto, eine Haarspange, eine Sammelfigur, ein Bilderbuch, etwas zum Basteln oder ein Hörspiel. Kinder freuen sich zudem über einen Brief von der Zahnfee, in dem sie sich für den mitgenommenen Zahn bedankt.

Die Zahnfee in anderen Ländern

In einigen Ländern gibt es statt der Zahnfee eine Zahnmaus. Sie verrichtet beispielsweise in Frankreich (La Petite Souris), in Spanien (Ratoncito Pérez bzw. ratón de los dientes) und in Italien (Topolino oder Topino) das geheimnisumwitterte Tauschgeschäft. Kinder in der Schweiz haben offenbar keine Angst vor kleinen Krabbeltieren, denn dort holt eine Ameise ausgefallene Milchzähne gegen Entgelt. Die Zahnfee jedoch ist die beliebteste Figur weltweit, und so hat sie inzwischen sogar ihren eigenen Ehrentag: Seit den 1980er Jahren feiern wir jedes Jahr am 22. August den Tag der Zahnfee bzw. den Tooth Fairy Day.

Zahnmaus

An den Hund verfüttern und über Häuser werfen

Andere Länder kommen ganz ohne Fabelwesen aus. In Polen wird der Milchzahn im Garten vergraben, in einigen Ländern Asiens sowie im osteuropäischen Raum werden die Zähne über das Dach des (hoffentlich nicht zu hohen) Hauses geworfen – jeweils begleitet vom Wunsch, dass die neuen, bleibenden Zähne gut wachsen und stark und gesund bleiben mögen. Die wohl skurrilste Tradition hat die Mongolei: Dort wird der ausgefallene Zahn in ein Stück Fleisch gesteckt, um es dann an den Hund zu verfüttern. Wer keinen Hund hat, vergräbt den Zahn nach polnischer Art in der Erde, allerdings in der Nähe eines Baumes, auf dass der bleibende Zahn ebenso starke Wurzeln entwickeln möge.

Was Eltern tun sollten, wenn die ersten Zähne wackeln

Der erste Wackelzahn ist ein besonderer Moment für Kinder. Denn Kinder wollen groß werden und der Zahnwechsel ist ein Teil dieses Prozesses. Viele Kinder spielen an ihren Wackelzähnen, manche möchten auch den Ausfall beschleunigen. Das ist aus zahnmedizinischer Sicht kein Problem, denn sie hören mit dem Wackeln meist selbst auf, wenn es noch zu früh ist, weil es dann schmerzt. Wichtig ist, dass die Eltern die Pflege und den Schutz der neuen Zähne im Auge behalten. Denn der Zahnschmelz der frisch durchgebrochenen bleibenden Zähne ist noch nicht so hart wie der von Erwachsenen.

Eine besondere Stellung beim Zahnwechsel nehmen die so genannten Sechsjahrmolaren ein. Sie sind die ersten bleibenden Backenzähne und brechen hinter der Milchzahnreihe durch, ohne dass vorher ein Milchzahn ausfällt. Der Verein für Zahnhygiene rät Eltern, ab dem 5. Lebensjahr regelmäßig nach dem Zähneputzen gründlich in den Mund schauen, um zu sehen, ob ein bleibender Zahn kommt. Zudem empfiehlt der Verein das Nachputzen durch die Eltern bis zum 9. oder 10. Lebensjahr. Denn erst dann verfügen die Kinder über die für ein gründliches Zähneputzen notwendige Feinmotorik und Konzentration. Neben regelmäßigem Putzen mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta kann ein Fluroidgel die Kinderzähne vor Karies schützen, das einmal wöchentlich abends eingebürstet wird.

Kolleginnen und Kollegen der Zahnfee

Wir in der Apollonia Praxisklinik in Düsseldorf verstehen uns bei der Behandlung von Kindern als die Kolleginnen und Kollegen der Zahnfee. Wir legen natürlich kein Geld unter Kinderkopfkissen, aber wir betrachten ebenso jeden einzelnen Kinderzahn als wertvolles Geschenk, das umsorgt und gepflegt werden muss. Wir empfehlen daher regelmäßige Besuche beim Kinderzahnarzt ab Durchbruch des ersten Milchzahns.

Während des Zahnwechsels kontrollieren wir die neu durchgebrochenen Backenzähne besonders gründlich. Denn sie sind oft schwer zu pflegen – weil sie zunächst noch tiefer stehen als die benachbarten Milchzähne und weil sie Rillen und Vertiefungen haben, die so genannten Fissuren. Über Höcker und breite Vertiefungen putzt die Zahnbürste meist gut, tiefe Einkerbungen und Grübchen kann sie jedoch kaum erreichen. Selbst bei guter Mundhygiene kann es vorkommen, dass Essensreste und Bakterien in den Vertiefungen bleiben und Karies verursachen.

Eine Versiegelung der Fissuren kann das Eindringen der Bakterien und damit die Kariesanfälligkeit für viele Jahre erheblich vermindern. Kommen Sie zu uns in die Apollonia Praxisklinik nach Düsseldorf und lassen Sie sich von unseren Zahnärzten zum Schutz und zur Pflege der Zähne Ihres Kindes beraten. Denn eine konsequente Vorsorge ist die Basis für ein gesundes Lächeln ein Leben lang.

Weitere Informationen über die Zahnfee: https://de.wikipedia.org/wiki/Zahnfee


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