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Schnullerbaum


13.08.2021

Der Schnullerbaum – die kreative Art der Schnuller-Entwöhnung

Wenn ein Kind zwei Jahre alt ist, sollte es sich langsam von seinem Schnuller trennen. Denn das heißgeliebte Nuckelobjekt kann auf Dauer zu Zahnfehlstellungen führen und sogar Sprachfehler zur Folge haben. Doch wie ermöglicht man seinem Kind einen Abschied ohne zu große Trauer? Eine kreative Idee stammt aus Dänemark: der Schnullerbaum. Rund hundert Jahre alt ist die Tradition unserer skandinavischen Nachbarn, bei der Kleinkinder ihren Nucki an ausgewiesene Bäume in öffentlichen Parkanlagen hängen, um sich so leichter von ihnen zu trennen. In Dänemark ist dieser Akt ein Fest, das mit der ganzen Familie begangen wird.

Mit dem Schmerz nicht allein

Die Intention dahinter ist einfühlsam: Weil das Kind sieht, dass bereits viele andere vor ihm seinen Schnuller dort gelassen haben, fühlt es sich mit seinem Abschiedsschmerz nicht allein und wird gleichzeitig ermutigt. Diese Herausforderung ist zu meistern! Außerdem ist der Schnuller nicht einfach „weg“. Das Kind kann ihn später noch einmal gemeinsam mit den Eltern besuchen und schauen, wie viele Kinder ihren in der Zwischenzeit dazu gehangen haben.

Starker Beschützer fürs Leben

Dass der Schnuller seinen Platz an einem echten Baum im Park findet, soll den Kindern zudem Trost spenden. Ein starker Beschützer passt fortan auf den geliebten Nucki auf, er ist dort bestens aufgehoben. Der gewünschte umwelterzieherische Nebeneffekt: Die Kinder lernen auf diese Weise Bäume als Partner fürs Leben kennen und schätzen.

In Deutschland gibt es bisher noch recht wenige ausgewiesene Schnullerbäume in öffentlichen Anlagen. Wo sie zu finden sind, erfahren Sie bei den örtlichen Grünflächenämtern oder Jugendämtern.


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