Corona-Lücken im Bonusheft jetzt schließen
Kinder und Jugendliche dürfen Vorsorgeuntersuchung 2020 einmal aussetzen
Zu Beginn der Corona-Pandemie haben viele Menschen auf einen Besuch beim Zahnarzt verzichtet. Dadurch haben viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene im ersten Halbjahr 2020 ihre Vorsorgeuntersuchungen nicht wahrgenommen, der Stempel im Bonusheft fehlt.
Für Erwachsene ist das kein Problem. Da sie nur einmal im Jahr zur Prophylaxe gehen müssen, um für einen eventuell notwendigen Zahnersatz die Bonuszahlungen der Krankenkasse in vollem Umfang zu erhalten, können sie die letzten Monate des Jahres noch nutzen, um sich den Stempel zu holen.
Kinder und Jugendliche hingegen müssen sich zweimal im Jahr eine Vorsorgeuntersuchung (Prophylaxe) mit einem Stempel im Bonusheft bestätigen lassen. Doch viele waren wegen Corona dieses Jahr noch nicht beim Zahnarzt. Daraus soll ihnen laut Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (KZBV) und Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) jedoch kein Nachteil entstehen: Wenn unter 18-jährige gesetzlich Versicherte noch vor Jahresende eine Kontrolle beim Zahnarzt durchführen lassen, erhalten sie einen entsprechenden Vermerk im Bonusheft und behalten ihren vollen Anspruch auf Bonuszahlungen – die Lücke ist damit geschlossen.
Wichtig also für alle, die in diesem Jahr noch nicht zur Vorsorge bei uns waren: Vereinbaren Sie baldmöglichst einen Termin für sich selbst und Ihre Kinder – so behalten Sie Ihren vollen Bonusanspruch und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag für die Gesundheit Ihrer Zähne!
Den Wert eines gewissenhaft geführten Bonusheftes sollte man nicht unterschätzen: Bereits nach fünf Jahren regelmäßiger Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt steigt der Festzuschuss zum Zahnersatz um 20 Prozent, nach zehn Jahren sogar um 30 Prozent.
Übrigens erhöhen die gesetzlichen Krankenkassen zum 1. Oktober 2020 diesen Festzuschuss zum Zahnersatz. Hier finden Sie weitere Informationen dazu.

Über den Autor
Philip Dann
Zahnarzt Dr. med. dent.
Dr. med. dent. Philip Dann ist als Zahnarzt und Gründer ein zentraler Kopf der Apollonia Praxisklinik in Düsseldorf. Nach dem Studium der Zahnmedizin an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Promotion zum Dr. med. dent. approbierte er 1995 und sammelte erste berufliche Erfahrung als Assistenzzahnarzt. Bereits 1999 ließ er sich als Zahnarzt in Düsseldorf nieder, 2001 gründete er die Apollonia Praxisklinik, die seitdem für umfassende zahnmedizinische Versorgung steht.
Seine Weiterbildungsschwerpunkte umfassen unter anderem orale Implantologie und Parodontologie, ergänzt durch fortlaufende internationale Fortbildungen. Dr. Dann legt großen Wert auf eine einfühlsame und patientenorientierte Behandlung – bei ihm stehen Vertrauen, transparente Beratung und ein gutes Miteinander im Mittelpunkt, damit Patienten sich wohl und gut aufgehoben fühlen.
