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Kieferaufbau Implantologie 2017-05-23T16:08:52+00:00

Knochenaufbau – Warum?

Je stärker der Knochen, desto problemloser hält das Implantat.
Leider passiert es immer wieder, dass ein gewünschtes Implantat wegen mangelnder Knochensubstanz nicht ohne weiteres gesetzt werden kann.

Der allmähliche Kieferschwund nach dem Verlust einzelner oder aller Zähne ist der häufigste Grund für die fehlende Knochensubstanz. Wenn Zähne verloren gehen und durch eine Brücke oder Prothese ersetzt werden, zieht sich der Knochen immer weiter zurück, bis er schließlich nahezu verschwunden ist. Oft ist auch eine chronische, schleichende Entzündung des Zahnfleisches (Parodontitis) die Ursache. Seltener haben Unfälle, Zysten oder bösartige Veränderungen Schuld an der Misere.

Heute kann jedoch mit Hilfe der modernen Kieferchirurgie verlorener Knochen und verlorenes Gewebe wieder aufgebaut werden. Mit den modernen Methoden schaffen wir in vielen Situationen die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Implantation. Unsere ständige Weiterbildung in diesem Bereich macht dies für Sie zu einem sicheren und wenig belastenden Eingriff.

Zum Aufbau stehen uns mehrere Operationsverfahren zur Verfügung, die teilweise auch miteinander kombiniert werden können oder müssen.

Bone Splitting und Spreading

Bone Spreading oder Bone Splitting ist die englische Bezeichnung für eine Teilung des Knochens. Es kann sein, dass Ihr Kieferknochen zu schmal ist, um ein Implantat einzusetzen. Dann wenden wir diese Methode an. Wir teilen den Kieferknochen an der entsprechenden Stelle und verbreitern ihn durch vorsichtiges Aufdehnen. In die entstandene Lücke wird Knochenersatzmaterial eingebracht, sodass der Kieferknochen insgesamt breiter wird. Manchmal muss der aufgedehnte Knochen mit Minischrauben in der neuen Position fixiert werden, damit alles „an seinem Platz“ bleibt.

Die Erfolgsaussichten dieser Operation sind sehr gut, da die für die Ernährung des Knochens wichtige Knochenhaut erhalten bleibt. Sie ist sowohl im Ober- als auch im Unterkiefer durchführbar.

Knochentransplantation

Trotz neuer Knochenersatzmaterialien ist die Knochentransplantation auch heute noch, insbesondere bei großen Defekten, ein sehr geeignetes Verfahren. Für die Transplantation benötigt man natürlich ein Stückchen Knochen. Es gibt am menschlichen Körper sehr viele unterschiedliche Entnahmestellen für Knochen. Wir beschränken uns auf eine Entnahme entweder am Kiefer selbst oder in der Kinn- oder Kieferwinkel-Region.

Die Entnahme von Kinn- und Kieferknochen bewerkstelligen wir durch die Mundhöhle, sodass keine sichtbaren Narben zurückbleiben. Die Knochenspäne werden dann alleine oder in Kombination mit Knochenersatzmaterialien zur Füllung oder zum Aufbau der erkrankten Stellen transplantiert. Das implantierte Material verwächst vollkommen mit dem Kieferknochen und schafft so eine solide Basis für die Implantate.

Sinuslift

Wenn Zähne im Oberkiefer längere Zeit fehlen, baut sich der Knochen (Kieferkamm) ab und die Kieferhöhle (Sinus) wird größer.

Wenn sich der Kiefer sehr stark zurückgebildet hat, steht häufig zu wenig Knochenhöhe für den festen Halt der Implantate zur Verfügung. Die „Knochendicke“ des Oberkiefers muss dann vergrößert werden. Nur so können wir Implantate ausreichend tief und damit fest genug im Knochen verankern.

Hierzu schaffen wir sehr vorsichtig vom Mund aus einen Zugang zur Kieferhöhle. Es ist wichtig, dass die feine innere Schleimhautauskleidung der Kieferhöhle dabei nicht verletzt wird. Dieser Hohlraum wird mit Eigenknochen oder Knochenersatzmaterial aufgefüllt. Nach dem Verschluss der Schleimhaut heilt der Knochen in ca. sechs Monaten wieder ein und kann dann das Implantat tragen.

Knochenersatzmaterialien

Für den Kieferaufbau ist ausreichende Knochensubstanz unerlässlich. Allerdings muss dies nicht der eigene Knochen sein. Das Knochenersatzmaterial ist ähnlich aufgebaut wie menschlicher Knochen. Gewonnen wird es aus Algen, Tierknochen oder aus rein synthetischen Substanzen. Sie sind absolut sicher, sowie keim- und allergenfrei. Optimiert wird die Behandlung durch den Einsatz von speziellen Membranen, die den Knochenaufbau schützen und stabilisieren. Im Laufe der Jahre wird das Ersatzmaterial komplett in den Knochen eingebaut und so quasi zu Ihrem eigenen Knochen.

Allerdings kann man den Knochenersatz nur bei kleineren Knochendefekten nutzen. Mischungen aus Ersatzmaterialien und Knochen sind immer sinnvoll, um weniger eigene Knochensubstanz entnehmen zu müssen. So können wir Entnahmedefekte im Spenderknochen effektiv reduzieren.

Die exzellente Qualität des verwendeten Ersatzmaterials ist für uns von entscheidender Bedeutung. Unser Knochenersatzmaterial BioOss beziehen wir vom Marktführer der Branche, der Firma Geistlich. Mit mehr als 700 wissenschaftlichen Studien belegt die Geistlich GmbH den Erfolg ihrer Produkte sehr nachhaltig.

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